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Das Familienstellen hat einen kraftvollen, heilenden und versöhnenden Effekt in der geistigen Ebene, welcher sich spiegelnd positiv auf den Körper überträgt und auswirkt. Familienstellen bzw. eine Familienaufstellung durchdringt beide Ebenen und heilt körperlich und geistig -oder geistig und körperlich? Ja!

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Jemand tritt aus seinem Haus, zwängt sich durch eine Menschenmenge auf dem Markt und weiter durch die enge Gasse, erreicht die Ausfallstraße und die Kreuzung. Plötzlich kreischen Bremsen, ein Bus gerät ins Schleudern, Menschen schreien auf: dann hört er den Zusammenprall.

Er weiß nicht mehr, wie ihm geschieht: er flieht, so schnell ihn seine Füße tragen, zurück erst durch die Ausfallstraße und weiter durch die enge Gasse, zwängt sich durch den dichtgedrängten Markt, erreicht sein Haus, stürmt durch die Außentür und schließt sie hinter sich, stürzt die Treppen hoch zu seiner Wohnung, schließt die Türe hinter sich, läuft einen Gang entlang bis in die letzte kahle Kammer, schließt ihre Türe hinter sich – und atmet auf.

Da steht er nun: entronnen, eingeschlossen und allein. So sehr sitzt ihm der Schock noch in den Gliedern, dass er sich nicht zu rühren wagt. Dann wartet er. 

Am nächsten Morgen vermisst ihn seine Freundin. Sie geht ans Telefon, versucht ihn anzurufen, doch niemand meldet sich. Sie eilt zu seinem Haus, läutet an der Außentür, doch niemand reagiert. Sie geht zur Polizei, erbittet Unterstützung, kommt zurück mit zwei Beamten. Sie öffnen erst die Außentür, stürzen die Treppen hoch zur Wohnungstür, öffnen sie, laufen den Gang entlang bis vor die letzte Kammer, klopfen, warten eine Weile, öffnen auch die Kammertür und finden, ganz erstarrt, den Mann.

Die Freundin dankt den beiden Helfern und bittet sie zu gehen. Sie wartet eine Weile, merkt, dass sie noch nichts machen kann, verspricht, dass sie am nächsten Morgen wiederkommt, und geht.

Am nächsten Morgen findet sie die Außentüre offen, doch die Wohnung noch verschlossen. Sie öffnet sie, geht weiter bis zur letzten Kammer, öffnet auch sie und findet ihren Freund. Da er nichts sagt, erzählt sie ihm, was sie erlebt hat, als sie zu ihm kam: wie Sonne durch die Wolken schien, Vögel in den Zweigen zwitscherten, Kinder Fangen spielten und die Stadt in ihrem Rhythmus dröhnte. Sie merkt, dass sie auch diesmal noch nichts machen kann, verspricht, dass sie am nächsten Morgen wiederkommt, und geht.

Am nächsten Morgen findet sie sowohl die Außentüre wie die Wohnungstüre offen, geht weiter bis zur letzten Kammer, öffnet sie und findet ihren Freund noch immer starr. Sie wartet eine Weile und erzählt, wie sie am Abend noch im Zirkus war, vom bunten Treiben, das dort herrschte, der flotten Marschmusik, der lauten Stimmung, der Spannung, als die Löwen kamen, und der Erleichterung, als alles gut gegangen war; auch von den Späßen eines Clowns, den edlen weiß bebuschten Pferden, dem fröhlichen Gedränge. Dann, als sie fertig ist, verspricht sie: „Morgen komm ich wieder.“

Am nächsten Morgen steht sogar die Kammertüre offen. Doch niemand kommt. 

Nun hält es den verschreckten Mann nicht länger in dem Haus. Er schließt die Kammertüre hinter sich, dann auch die Wohnungstür, tritt durch die Außentür ins Freie, zwängt sich durch eine Menschenmenge auf dem Markt und weiter durch die enge Gasse, erreicht die Ausfallstraße, überquert die Kreuzung – und sucht entschlossen seine Freundin.