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Staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaßnahme für Erwachsene

 

Die Hellinger® sciencia Aufstellungen von Bert und Sophie Hellinger werden weltweit durch die Hellinger®schule und ihre Dozenten in der Ausbildung zum „Hellinger sciencia® Aufsteller“ vermittelt. Alle besuchten Kurse von Bert und Sophie Hellinger und der Hellinger®schule werden für die Ausbildung anerkannt.

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Geführt

Geführt werden wir auf unterschiedliche Weise, vor allem, wenn wir alleine nicht vorankommen und jemand uns bei der Hand nimmt und uns weiterhilft. Über die vielen alltäglichen Erfahrungen von "Geführt werden", angefangen von unserer Kindheit im buchstäblichen Sinne, oder wenn unsere Füße versagen, erleben wir diese Führung in einem umfassenden Sinne als Lebensführung. In entscheidenden Momenten erfahren wir uns von anderen Kräften geführt, jenseits der uns sinnlich erfahrbaren Welt.
Zum Beispiel über eine Inspiration oder über eine Einsicht. Manchmal aber auch im buchstäblichen Sinn. Schritt für Schritt, wenn wir zu einer Leistung geführt werden, die über unsere persönlichen Anliegen hinaus führen und vielen Menschen etwas für ihr Fortkommen schenken, zu dem sie aus eigener Einsicht und eigenen Führen, also alleine, unfähig geblieben wären. So geführt erfahren wir uns auch beim Familien-Stellen. Vor allem dann, wenn wir uns allein von Augenblick zu Augenblick, uns einer Führung anvertrauen, der wir gleichsam unwissend folgen, wie sie uns von innen her spürbar bei der Hand nimmt, ohne dass wir wissen und ahnen, wohin sie uns mitnimmt.....uns und jene, die sich an uns gewendet haben, damit wir sie in ein anderes Bewusstsein mitnehmen und in eine andere Liebe. Im Grunde geht alles, was ich über das Familien-Stellen und seine Hintergründe erfahren habe, und alles, was ich in meinen Büchern schreibe und über Videos und Hörbücher sichtbar und hörbar vermittle, auf eine geistige Führung zurück.
Deswegen kann es niemand auf eine persönliche oder eigenwillige Weise übernehmen oder nachahmen, ohne dass auch er von woanders geführt und mitgenommen wird. Mir wurde das vor einer Weile eindrücklich bewusst, als ich mich fragte:

Wie kann es sein, dass nur wenige, die das Familien-Stellen von mir übernommen haben und es sowohl unmittelbar Hilfesuchenden anbieten als auch andere darin schulen, meine Einsichten über die Wirkungswiesen des Gewissens begreifen und sie in ihrer Tragweite anderen vermitteln können?

Der geistige Weg, der mich zu diesen Einsichten geführt hat, heißt in der Philosophie phänomenologischer Erkenntnisweg. Diese Erkenntnis wird weder gewonnen noch aus eigenem Bemühen erlangt. Diese Erkenntnis wird geschenkt, allerdings auf eine Weise, die von uns die letzte Leere verlangt. Am umfassendsten wurde ich in diese Leere mitgenommen, als ich ergründen wollte, was hinter unserem Gewissen wirkt, denn unsere  Gewissen haben eine weiter tragenden Wirkung, ohne dass ihr Geheimnis im Abendland ergründet und durchschaut werden konnte. Das ging soweit, dass die innere Stimme des Gewissens als die unmittelbare Stimme Gottes in unserer Seele wahrgenommen wurde, womit der Gehorsam gegenüber dieser Stimme unser Seelenheil sicherte und uns das Letzte abverlangte. Was hat uns diese Stimme vor allem abverlangt? Sie hat von uns abverlangt, dass wir jene, die von unserer Stimme des Gewissens abweichen, aus unserer Liebe ausschließen, ja sogar im Namen des Gottes, der sich in unserem Gewissen offenbarte, bekämpfen und umbringen durften und sollten. Von daher werden fast alle blutigen Kriege im Namen Gottes geführt, wobei auf eine blinde Weise verkannt wird, dass auch unsere sogenannten Feinde uns im Namen ihres Gewissens bekämpfen und uns in diesem Krieg ihrem Gott zum Opfer darbringen wollen. Es wurde also und wird übersehen, dass auch sie in diesem gegenseitigen Vernichtungskampf ihren Gott folgen, der unsere Vernichtung über ihr Gewissen von ihnen fordert.
Die Frage ist: Wie ist das möglich und wie war dies möglich? 
Die grundlegende Erkenntnis über das Gewissen war, dass jeder Mensch einem anderen Gewissen folgt, es jedoch für allgemeingültig hält, als wäre die Stimme seines Gewissens die Stimme Gottes für alle anderen Menschen gleichermaßen. Die Frage ist: Wie habe ich diese Einsicht gewonnen? Ich habe sie über den phänomenologischen Erkenntnisweg gewonnen. Hier ist es an der Zeit, dass ich diesen Erkenntnisweg am Beispiel meiner Einsichten über das Gewissen im Detail beschreibe:
Das entscheidende Wort, das diesen Erkenntnisweg beschreibt, heißt Phänomen. Phänomen heißt wörtlich: das, was sich zeigt.
Ich habe gerade am Beispiel des Gewissens einige Phänomene beschrieben, die ans Licht kommen, wenn wir aus einigen bestimmten Worten die Phänomene auf uns wirken lassen, die wir an uns und anderen erfahren, wenn über das Gewissen gesprochen wird und vor allem, wenn sich Menschen auf ihr Gewissen berufen.
Ich selbst habe über einen Zeitraum von 6 Jahren mich allen Phänomenen ausgesetzt, die mit dem Wort „Gewissen“ verbunden wurden, allerdings auf Abstand ohne ein Dafür oder ein Dagegen, wie immer und wo immer sie sich zeigten. Ich blieb auf Abstand. Das ist der phänomenologische Erkenntnisweg. Das heißt, ohne etwas zu suchen, habe ich auf einen Hinweis gewartet, der sich von woanders her zeigt.
Nach 6 Jahren wurde mir das Entscheidende plötzlich gezeigt.
Das Gewissen ist ein Sinnesorgan, ähnlich wie unser Gleichgewichtsinn. So wie wir über unseren Gleichgewichtssinn unmittelbar wahrnehmen, ob wir noch im Gleichgewicht sind und sofort mit einer Korrektur reagieren, um es wiederzugewinnen, so reagieren wir über unser Gewissen unmittelbar, wenn wir durch unser Verhalten von den Vorgaben der Gruppe abweichen, die über das Recht, ihr angehören zu dürfen, entscheidet. Also, wo immer wir durch unser Verhalten und sogar über unser Denken von den Vorgaben abweichen, die in unserer Gruppe darüber entscheiden, ob wir noch dazugehören dürfen, reagieren wir mit einem schlechten Gewissen. Das schlechte Gewissen treibt uns an, unser Verhalten und sogar unser Denken und unsere Wünsche sofort auf eine Weise zu ändern, die unser Recht auf Zugehörigkeit zu dieser Gruppe wieder herstellt. Was ist dann das Ergebnis? Wir bekommen wieder ein gutes Gewissen und sind uns des Rechts auf Zugehörigkeit zu dieser Gruppe wieder sicher.
Also, die entscheidende Einsicht über das Gewissen war, es hat mit unserem Recht auf Zugehörigkeit zu tun, mit dem Recht auf Zugehörigkeit zu der Gruppe, von der unser Überleben abhängt. Damit verbunden war die Einsicht, dass jede Gruppe etwas anderes von denen, die ihr angehören verlangt, damit sie in ihr bleiben können, sowohl in ihrem Verhalten als auch in ihrem Denken und Fühlen. Sie legt also auch fest, was wir wissen und glauben dürfen und müssen. Jeder Fortschritt in unserem Denken und Handeln wird über unser Gewissen verhindert, es sei denn, wir wachsen über es hinaus unter der Führung eines anderen Bewusstseins, das uns über die Zugehörigkeit zu dieser Ursprungsgruppe in eine andere Weite führt, in ein universales Bewusstsein jenseits unserer gewohnten Unterscheidungen von Gut und Böse und von Richtig und Falsch.
Hier ist noch etwas zu bedenken: Der phänomenologische Erkenntnisweg ist ein Weg, den jeder persönlich gehen muss. Von ihm zu hören allein, bringt nicht die Kraft auf, ihn auch zu gehen.
Obwohl ich viel und ausführlich meine Einsichten über die Wirkungsweisen der Gewissen gesagt, geschrieben und gezeigt habe, bleiben sie für viele, die mir auf dem Weg des Familien-Stellens folgten und andere auf diesen Weg mitnehmen wollten, im Grunde wirkungslos. Ihr Gewissen hielt sie zurück.
Was hat sich für mich daraus ergeben?
Nur von diesen Einsichten zu hören und sie anzuwenden versuchen, wird dem Ausmaß dieser Einsichten und der Möglichkeit, sie anzuwenden und zu vermitteln, nicht gerecht. Das heißt, sie zu lernen, wie wir anderes lernen, bleibt mir versagt.
Meine Einsicht war, nur wer selbst sich auf diesen phänomenologischen Erkenntnisweg begibt und ihm diese Einsicht von etwas unserem gewohnten Lernen bei weitem Übersteigendes plötzlich geschenkt wird, zusammen mit allen Folgen die sich daraus für ihn versöhnlich ergeben, kann dieses Phänomen erfassen und weiter vermitteln.