xxxLanguages
Login

 

Staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaßnahme für Erwachsene

 

Die Hellinger® sciencia Aufstellungen von Bert und Sophie Hellinger werden weltweit durch die Hellinger®schule und ihre Dozenten in der Ausbildung zum „Hellinger sciencia® Aufsteller“ vermittelt. Alle besuchten Kurse von Bert und Sophie Hellinger und der Hellinger®schule werden für die Ausbildung anerkannt.

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden

Passwort vergessen?

 

Wir sind assoziiertes Mitgliedsinstitut der

 

Bild

Woher? Wohin? Wozu?

Wissen wir, wer wir sind? Sind wir uns unseres Selbst bewusst? Schwirrt unser Kopf von den vielen Bildern über unser Leben, mit deren Hilfe wir erfassen wollen, woher das Leben kommt? Wozu wir leben, was unserem Leben Sinn gibt und was auf uns wartet, wenn es endet? Sind wir uns dessen bewusst oder tappen wir auf Schritt und Tritt im Dunkeln?
Antworten darauf erfahren wir über das neue Familien-Stellen und daher auch in unseren Kursen. Dort erfahren wir es anschaulich und wir erfahren es gemeinsam.

Wieso? Das neue Familien-Stellen unterscheidet sich grundlegend von dem, was viele von ihm gehört haben, und von dem, was sie bisher anderswo mitgemacht und erfahren haben.

Das Neue

Was ist hier das Neue? Das Neue ist, dass wir beim neuen Familien-Stellen von Kräften mitgenommen werden, die weit über unser persönliches Wollen und dessen Absichten hinausführen. Sie führen uns weit über das hinaus, was wir als Probleme erleben oder als Krankheit und Misserfolg persönlich und in unseren Beziehungen erleben und was wir auf unsere Weise mit dem uns bisher verfügbaren Bewusstsein zu lösen und zu überwinden suchten. 
Dieses Bewusstsein wirkt jenseits von unserem Ich. Wir müssen also bei diesem Familien-Stellen unser Ich und das, was wir mit ihm zu erreichen versuchen, hinter uns lassen. Dies gilt für den Klienten, der Hilfe sucht, und für den Aufstellungsleiter. Beide setzen sich einer Bewegung aus, die sie von woanders erfasst und zwar unwiderstehlich. Zugleich erfasst diese Bewegung über den Aufstellungsleiter und den einzelnen Klienten hinaus alle, die in der Gruppe sind, in der die Aufstellung abläuft, auf gleiche Weise. Hier zeigt sich, dieses andere Bewusstsein ist ein universales Bewusstsein, das alle Beteiligten erfasst und zwar so, dass es jeden auf die ihm gemäße hilfreiche Weise über Grenzen führt, die seinem bisherigen Bewusstsein gesetzt waren.  

Das neue Familien-Stellen im Einzelnen

Nun warten Sie sicherlich schon lange auf die Antwort, wie dieses andere Familien-Stellen im Einzelnen abläuft. Das neue Familien-Stellen führt weiter, was sich bereits am Anfang des Familien-Stellens gezeigt hat. Dass nämlich, sobald jemand gewählt wurde, einen Klienten zu vertreten oder ein Mitglied aus seiner Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie, er sich auf einmal bewegt und fühlt, als sei er von der Person, für die er steht, in Besitz genommen, ohne von ihr etwas zu wissen. Allerdings hat der Aufstellungsleiter am Anfang manchmal eingegriffen. Das begann damit, dass er den Klienten nach seinem Anliegen fragte und danach versuchte, für dieses Anliegen eine Lösung zu finden, wie es in der Psychotherapie üblich ist. Von daher bestimmte der Klient auf gewisse Weise sowohl die Herkunft des Themas, um das es ging, als auch die Richtung, welche eine Aufstellung nehmen sollte. Zugleich legte er fest, was der Aufstellungsleiter im Blick behalten musste, wenn er für dieses Problem eine Familienaufstellung anbot. Also bewegte sich auch der Aufstellungsleiter innerhalb der Grenzen der Psychotherapie. Er war es, der dem Klienten folgte, und überließ ihm auf weiten Strecken die Führung. All dies ist den meisten von Ihnen wohlbekannt und vertraut. 
Anders ist es beim neuen Familien-Stellen. Zwar fragen auch wir hier manchmal den Klienten nach seinem Anliegen, doch ohne es im Einzelnen zu verfolgen. Eher dient es der Gruppe, damit sie versteht, dass wir den Klienten auf eine Weise zu Wort kommen lassen, die ihn spüren lässt, dass sein Anliegen miteinbezogen wird.

Neue Vorgehensweisen

Was ist nun die Vorgehensweise beim neuen Familien-Stellen im Einzelnen? 
Zwei Vorgehensweisen bieten sich an, mit denen ein Aufsteller mit diesem anderen Bewusstsein auf eine besondere Weise in Berührung kommt. 
Die erste können wir bei Bert Hellinger beobachten und miterleben. Die zweite bei Sophie Hellinger.
Bert Hellinger bittet zum Beispiel den Klienten, sich neben ihn zu setzen. Er sammelt sich, oft ohne den Klienten anzuschauen. Er kommt in dessen Gegenwart mit einem anderen Bewusstsein in Einklang, von dem er nach einer Weile ein Wort oder einen kurzen Satz vermittelt bekommt. Dieses Wort oder diesen Satz sagt er dem Klienten und bittet ihn, dieses Wort und diesen Satz innerlich nachzusprechen. Auf einmal wird dieser von einer inneren Bewegung erfasst, zum Beispiel, indem er zu schluchzen beginnt. Nach einer Weile fragt Hellinger ihn, wie es ihm geht und ob er von ihm noch etwas erwartet. Oft sagt der Klient, dass er bekommen hat, was ihm weiterhilft. Bert Hellinger entlässt den Klienten, ohne dass dieser gesagt hat, um was es ihm ursprünglich ging, und ohne dass sein Anliegen über eine Aufstellung angeschaut werden musste. Alles lief über den Einklang mit einem anderen Bewusstsein ab. 
Dabei kommt ans Licht, dass dieser Satz weit über den Klienten hinaus für alle Teilnehmer der Gruppe auf eine je eigene Weise bedeutsam wurde, sodass auch sie durch ihn einen Hinweis und zugleich den Mut und die Kraft verspürten, diesem Satz in ihrem Leben Raum zu geben. 
Es zeigt sich also, dass diese Sätze aus dem Einklang mit einem Bewusstsein kommen, das alle gleichermaßen auf eine Weise erfasst, dass sie sich unmittelbar von ihm betroffen und heilend von ihm mitgenommen erfahren. 
Sophie Hellinger wird auf eine andere Weise von diesem Bewusstsein geführt und mitgenommen. Sobald ein Klient neben ihr sitzt, spürt sie am eigenen Leib, was im Körper des Klienten vor sich geht. Zum Beispiel, an welcher Krankheit er leidet, aber auch, was in seiner Herkunftsfamilie und in seinen jetzigen Beziehungen einer Lösung harrt. Darüber hinaus kann sie lesen, was in seinem Denken vor sich geht und welche Gefühle ihn heimsuchen. Von daher kann sie ihm unmittelbar sagen, was für ihn ansteht, auch hier, ohne dass eine Aufstellung angebracht wäre.

Die Aufstellungen

Sie werden sich inzwischen fragen: Wo bleiben hier die Aufstellungen? Sind sie noch angebracht? 
Sie sind angebracht, weil sie sowohl dem Klienten dienen als auch allen Teilnehmern der Gruppe, die sich in Erwartung von Aufstellungen zu einem Kurs gemeldet und sich auf ihn vorbereitet haben. Vor allem machen die Aufstellungen sichtbar, welche Verstrickungen mit anderen Personen aus unserer Familie zu Erschwernissen oder Unstimmigkeiten in unseren Beziehungen geführt haben. Insofern sind die Aufstellungen weiterhin ein wichtiger Weg, um zu erkennen, von wem oder was wir uns lösen müssen und welche Abschiede anstehen, damit wir zu unserem ursprünglichen Eigenen finden und zum Neuen, das auf uns wartet. Allerdings laufen diese Aufstellungen anders ab, als viele es erwarten. Denn in ihnen wirken schöpferische Kräfte, welche die Führung auf eine Weise übernehmen, die uns staunen lässt. 
Wie zeigen sich diese schöpferischen Kräfte? Wie übernehmen sie die Führung auf eine Weise, dass wir in Bereiche geführt werden, die uns bisher verschlossen blieben? Zum Beispiel wählt der Aufstellungsleiter eine Stellvertreterin für die Krankheit eines Klienten, ohne dass er sich erkundigt hat, um welche Krankheit es geht. Weder er noch die Stellvertreterin wissen, um was es geht. Beide lassen sich von anderen wissenden Kräften bewegen, ohne eigene Absichten und ohne eigenes Wissen. Aus den Bewegungen der Stellvertreterin ergeben sich die nächsten Schritte, zum Beispiel, ob andere Stellvertreter hinzukommen müssen. Es zeigt sich in der Regel, dass eine Krankheit eine Person vertritt, die im Herzen des Klienten und in seiner Familie in den Hintergrund gedrängt oder abgelehnt wurde. Die Heilung gelingt, wenn diese Ausgeschlossenen oder Vergessenen den Weg zu unserem Herzen finden und zu unserer Familie. 
Doch das neue Familien-Stellen ist mehr als eine Methode. Um es auf diese weittragende Weise vermitteln zu können oder in seiner Tiefe zu verstehen und damit etwas grundlegend Heilendes zu bewirken, brauchen wir den Einklang mit dem, was hinter allem Seienden wirkt. Den Einklang über ein Bewusstsein, das von woandersher hereinwirkt, wenn wir uns von ihm mitnehmen lassen.

Mann und Frau gemeinsam

Noch etwas ist hier zu bedenken. Sophie und Bert haben Einsichten, die weitgehend damit zusammenhängen, dass sie für diese offen ist als Frau und Bert als Mann. Seine Einsichten werden ihm als Mann geschenkt, ihre, weil sie als Frau für sie offen wurde. Von daher ergänzen sie sich als Mann und Frau. Bert bleibt mit diesen Einsichten und ihrer Anwendung weitgehend ein Mann. Daher bleibt ihm vieles geheimnisvoll, wohin Sophie als Frau geführt wird, und umgekehrt. Sie arbeiten zusammen als Mann und Frau, beide auf den anderen angewiesen und ihm zur Seite stehend, ohne vom anderen, was wesentlich zu ihm als Mann oder Frau gehört, für sich zu wünschen oder anzustreben. Das also ist ein weiterer Aspekt, den wir beim neuen Familien-Stellen erfahren. So wie der Einzelne als Mann oder als Frau unvollständig bleibt, so bleiben wir es ebenfalls, wenn wir uns allein als Mann oder Frau von diesem umfassenden Bewusstsein mitgenommen erfahren. Das Leben braucht beides. Unser Bewusstsein braucht beides. Unser Erfolg braucht beides – und das Familien-Stellen braucht es auch.