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Staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaßnahme für Erwachsene

 

Die Hellinger® sciencia Aufstellungen von Bert und Sophie Hellinger werden weltweit durch die Hellinger®schule und ihre Dozenten in der Ausbildung zum „Hellinger sciencia® Aufsteller“ vermittelt. Alle besuchten Kurse von Bert und Sophie Hellinger und der Hellinger®schule werden für die Ausbildung anerkannt.

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Bert Hellinger und das “Familienstellen” in Argentinien

(Originaltext in Spanisch)

Buenos Aires, den 14. August (Reuters)

In den kommenden drei Tagen wird in Buenos Aires die Therapie „Familienstellen“ erlebt. Dabei geht es darum, die „natürliche Ordnung“ der Mitglieder einer Familie wiederherzustellen. Der Gründer, Bert Hellinger, wird vom 14.08. bis 16.08 im Coliseo Theater über das beeindruckende und heilende Familienstellen sprechen, das in allen Bereichen unseres Lebens wirkt. Die Methode wurde 1999 in Argentinien bekannt. Während der 16 Jahre die inzwischen vergangen sind wurden ueber 1.500 aus verschiedenen Berufen kommende „Aufsteller“ ausgebildet: Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten, Psychologen, Therepeuten, Künstler und Unternehmer.

Wie Bert Hellinger, der Gründer des Systems, meint, bestehen die Familien aus einer „Energie“ die die Mitglieder derselben an die Gruppe bindet. Die Therapie des „Familienstellens“ strebt danach, das energetische Netz an diejenigen Mitglieder der Gruppe anzuknüpfen, die ausgeschlossen wurden um damit die „natürliche Ordnung“ wieder herzustellen.

An diesem Freitag, den 14.8., am Samstag, den 15.8., und am Sonntag, den 16.8., wird die Stadt Buenos Aires die „Familienstellen“ Therapie erleben, die die „natürliche Ordnung“ zwischen den Mitgliedern einer Familie wiederherzustellen sucht. Der Gründer derselben, Bert Hellinger, wird im Coliseo Theater in Intensiv- Workshops die „Hellinger Sciencia“ und „An der Quelle, das Neue“ anbieten. Geichzeitig wird sein letztes Buch erscheinen, welches die Geheimnisse birgt nach denen wir so sehr gesucht haben, um den inneren Frieden zu erreichen.

Es ist wichtig hervorzuheben, dass die Entwicklung des Famlienstellens von neuen Erkenntnissen über unsere Seele und unseren Geist begleitet wird. Aber vor allem mit einer neuen Einsicht über die Grenzen unseres Gewissens. Zum Beispiel, wenn unser Gewissen unserer Liebe und unseren Beziehungen eine Grenze setzt.

Jedes Familienmitglied hat das gleiche Recht auf Zugehörigkeit. Innerhalb einer Familie haben viele Probleme sowie auch viele Krankheiten ihren Ursprung wegen eines ausgeschlossenen Familienmitgliedes. Zum Beispiel, wenn ein Kind geheimgehalten wurde. In der Aufstellung konzentrierte sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Gegenwartsfamilie oder die Herkunftsfamilie. Vor allem dann, wenn es sich um ein Paar und ihre Kinder handelte konnte festgestellt werden, dass ihre Probleme oftmals mit ungelösten Themen in der Herkunftsfamilie zu tun hatten. Der Blick blieb auf diese beiden Famlien begrenzt. Trotzdem war diese Art der Aufstellungen sehr erfolgreich. Sie hat vielen Menschen geholfen. Sie wurde als eine Erweiterung der Psychotherapie aufgefasst und blieb grösstenteils auf diesen Bereich begrenzt.

Die neue Entwicklung des sogenannten Familienstellens hat über die Hellinger Sciencia eine neue geistige Dimension angenommen. Sowohl Bert als auch Sophie heben die Bedeutung hervor, dass während des Ablaufes besonders das Schweigen beachtet wird sowie auch die Hingabe an eine Kraft, die alles bewegt was ist, ohne jegliche Absicht, als einzigen Weg, damit sich eine breite Palette an möglichen Lösungen eines Konfliktes auftut, die sonst sowohl für die Helfer als auch für die Hilfe Suchenden verschlossen bleiben.

Die Bezeichnung „constelaciones familiares“ wir wir sie kennen stammt aus dem Deutschen „Familienaufstellung“, was wörtlich übersetzt so etwas wie Aufstellen der Familie bedeutet. Ethymologisch wäre es so etwas wie eine Gruppe Sterne die Teil eines dynamischen Systems sind und in fortwährender Entwicklung und ihrem Zusammenspiel ein Bild darstellen. Wir als Menschen sind ebenfalls Teil verschiedener Systeme die, angefangen bei der Familie, sich späterhin auf andere komplexe primäre Gruppen erstrecken. Das Wirken dieser Systeme wird seinerseits von natürlichen, familien-, sozialen und geistigen Gesetzen bestimmt.

Wo waren und wo sind die Grenzen des ursprünglichen Familienstellens? Sie befanden sich in den inneren Bildern von dem was richtig und was falsch war, von gerecht und ungerecht und von Freiheit und Selbstgewissen. Diese inneren Bilder versperrten den Blick auf die Ordnungen der Liebe die sich auf einer tieferen Ebene  befinden sowie auch auf die Folgen dieser fehlenden Ordnungen, sei es mittels bewusster oder unbewusster Überschreitung. Welche Ordnungen der Liebe wurden nicht bemerkt oder beachtet? An erster Stelle diejenige Ordnung, wonach alle Personen die zu unserer Familie gehören das gleiche Recht auf Zugehörigkeit haben. Zum Beispiel all diejenigen Kinder, die weggegeben, versteckt oder abgetrieben wurden (natürlicher Abgang oder geplante Abtreibung). Ebenso all diejenigen, die wir für schuldig erklären. An zweiter Stelle: In einer Familie gilt eine Rangordnung gemäss des Anfangs und der Dauer der Zugehörigkeit. Das bedeutet: diejenigen die zuerst da waren haben Vorrang vor denjenigen die später kamen. Daher sind die Eltern vor den Kindern und der Erstgeborene vor denjenigen Kindern, die spaeter geboren wurden. Somit hat jedes Familienmitglied seinen eigenen Platz. Niemand soll oder darf das bestreiten. Das Gleiche gilt für andere Gruppen. Jeder Versuch, jemandem seinen Platz streitig zu machen indem er sich über andere erhebt, hat weitreichende Folgen. In unserer Kultur wird dieses Gesetz grösstenteils unterdrückt sodass wir nicht umhin können, die Folgen der Überschreitung zu spüren. Die Bedeutung der Folgen, diese Gesetze nicht beachtet zu haben, kommt in einer Familienaufstellung ans Licht. Oft  führt es in der Familie zu Todesfällen. In anderen Gruppen führt diese Nichtbeachtung unweigerlich zu Scheitern und Untergang. Die Nichtbeachtung dieses Gesetzes ist das Vorspiel jeder Tragödie, wenn jemand der später geboren wurde sich etwas von einem vor ihm Vorgeborenen anmasst,  das für einem später Geborenen verboten ist.
Demnach können wir sagen, dass das Familienstellen das Ergebnis  von Prinzipien aus verschiedenen psychotherapeutischen Ansätzen ist und somit ein Instrument innerhalb des Therapiebereiches darstellt. Es drückt sich phänomenologisch aus und ist für Gruppen oder Einzelpersonen anzuwenden, wenn man in menschlichen Systemen wieder Ordnung herzustellen versucht. Die Systemordnung, einer der Pfeiler auf der die Arbeit von Bert und Sophie beruht.

In Argentinien seit 16 Jahren

Das Familienstellen wurde 1999 von Tiiu Bolzmann in Argentinien eingeführt. Sie ist  Philosophin, Pädagogin und Soziologin und hat ihr Studium in Frankfurt, Deutschland, abgeschlossen. Während ihrer Arbeit als Therapeutin und in der Supervision in der Einzeltherapie lernte sie 1990 Bert Hellinger kennen und wandte, das Familienstellen an.  Das führte zur Anwendung des Familienstellens in Argentinien.

In Buenos Aires ansässig, gründet Tiiu Bolzmann das „Centro Bert Hellinger de Argentina“. In den 16 Jahren die seitdem vergangen sind, wurden über 1.500 Menschen verschiedener Berufe ausgebildet: Ärzte, Rechtsanwälte, Journalisten, Psychologen, Therapeuten, Künstler, Unternehmer. In der „Asociación Médica Argentina“ (Vereinigung argentinischer Ärzte) werden Ausbildungsworkshops im Familienstellen für Lösungen angeboten. Ebenso gibt es Ausbildungskurse in den Provinzen Río Negro, Santa Fe, San Juan, Córdoba, Mendoza, Buenos Aires sowie in der Stadt Buenos Aires. Seit fünf Jahren wird diese Arbeitsweise in verschiedenen Krankenhäusern sowohl in der Stadt Buenos Aires als auch in verschiedenen Provinzen und Städtegemeinden unseres Landes im Gesundheitswesen mittels workshops für geistige Gesundheit angewendet und gefördert. 2012 änderte das „Centro Bert Hellinger de Argentina“ seinen Namen und ist jetzt das „Centro Latinoamericano de Constelaciones Familiares y Soluciones Sistémicas”.

Wer ist Bert Hellinger?

Er wurde 1925 in Deutschland geboren, studierte Philosophie, Theologie und Pädegogik. Als Zehnjähriger verliess er seine Familie, um in einem katholischen Kloster seine Schuljahre zu absolvieren. Später wurde er in diesem Orden zum Priester geweiht und als Missionar nach Südafrika gesandt.