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Wie uns die Liebe gelingt

Viele meinen, sie seien in ihrer Liebe frei. Doch die Liebe folgt Ordnungen. So wie das Leben Ordnungen folgt, denen wir uns fügen müssen, damit es gelingt, geht es uns auch mit der Liebe. Vielen Ordnungen der Liebe folgen wir unwillkürlich. Sie sind uns bewusst. Wir wissen, wenn wir gegen sie verstoßen, leidet unsere Liebe. Vor allem die Grundlage jeder Liebe, die Liebe zwischen Mann und Frau. Zum Beispiel die Ordnung, dass es in der Liebe einen Augleich geben muss zwischen Nehmen und Geben. Andere Ordnungen bleiben uns oft verborgen. Daher verstoßen wir gegen sie. Wir wundern uns, dass uns die Liebe misslingt, obwohl wir alles versuchen, damit sie gelingt. Dieses Buch vermittelt einen Überblick über diese Ordnungen. Es bahnt den Weg für eine andere, eine tiefere Liebe. 
Viele der verborgenen Ordnungen der Liebe kamen über das Familien-Stellen ans Licht. Aber auch durch Einsichten, die mir unabhängig von ihm geschenkt wurden. Dazu gehören meine Einsichten über die Wirkungsweisen des Gewissens und über die Bewegungen des Geistes. Hier habe ich sie übersichtlich zusammengefasst. Sie führen uns in eine andere Weite der Liebe.

Liebe und Ordnung

Die Ordnungen der Liebe bestehen unabhängig von unseren Wünschen oder Ängsten. Sie werden uns offenbart durch die Folgen, wenn wir gegen sie verstoßen. Eine Weise, in der sie uns erfahrbar werden, ist das Familien-Stellen, wie ich es in seinen Dimensionen einem großen Publikum vorgestellt habe. Bevor ich daher diese Ordnungen im Einzelnen beschreibe, sage ich zuerst etwas über das Familien-Stellen und wie es abläuft.

Was kommt über die Ordnungen der Liebe durch das Familien-Stellen ans Licht?

Beim Familien-Stellen wie ich es ausübe und zeige, wird ein Stellvertreter für jene Person hingestellt, die etwas für sich klären will. Zum Beispiel will sie klären, welches die Hintergründe sein können für eine Krankheit, oder für ihre Schwierigkeiten in der Paarbeziehung, oder was ihrem Erfolg im Leben im Wege steht. Dabei braucht der Stellvertreter nur wenig oder überhaupt nichts zu wissen, um was es dieser Person geht. Es stellt sich heraus, dass er, sobald er aufgestellt wurde, in Kontakt mit einer anderen geistigen Welt tritt, von der er genaue darüber Informationen erhält: Nicht nur braucht der Stellvertreter kaum etwas Konkretes zu wissen. Er braucht sich auch keine Gedanken darüber zu machen, was auf ihn zukommt. Er braucht sich nur gesammelt von einer Bewegung erfassen zu lassen, die ihn überkommt. Zum Beispiel senkt er seinen Blick, ohne dass er dieser Bewegung widerstehen kann. Oder er wendet sich um und schaut in eine bestimmte Richtung. Wenn der Stellvertreter auf den Boden schaut, wählt der Aufstellungsleiter eine zweite Person und bittet sie, sich mit dem Rücken vor diesen Stellvertreter auf den Boden zu legen. Von der Erfahrung her weiß der Aufstellungsleiter, wenn ein Stellvertreter zu Boden blickt, schaut er auf einen Toten. Er weiß sogar noch mehr. Die Person, für die dieser Stellvertreter steht, zieht es zu einem Toten. So kommt in kurzer Zeit ans Licht, um was es bei ihr geht. Es geht um Leben und Tod. Wenn der erste Stellvertreter sich weg gewandt hat und in eine bestimmt Richtung schaut, wählt der Aufstellungsleiter einen weiteren Stellvertreter und stellt ihn dorthin, wohin der Blick des ersten Stellvertreters geht. Niemand weiß, wen diese andere Person vertritt, genauso wenig wie keiner weiß, wen die Peson auf dem Boden vertritt. Dennoch werden sie von einer Bewegung erfasst, die sie gefangen nimmt. Auf diese Weise entwickelt sich eine Aufstellung Schritt für Schritt. Auch die Person, um die es geht, wird von einer Bewegung erfasst. Sie weint zum Beispiel. Oder sie geht selbst in die Aufstellung und legt sich neben die Person, die am Boden liegt. Dennoch wird in der Regel kein Wort gesprochen. Alles läuft ab, wie von fremder Hand geführt. Zugleich werden auch die Zuschauer, die der Aufstellung beiwohnen, von ähnlichen Gefühlen erfasst. Sie erkennen plötzlich, dass das, was vor ihren Augen abläuft, auch mit ihnen etwas zu tun hat.

Die andere Dimension

Die Frage ist: Woher kommt diese Bewegung in den Stellvertretern? Woher kommt sie auch beim Aufstellungsleiter und  bei denen, die ebenfalls von ihr erfasst werden? Sie kommt aus einer geistigen Dimension, die uns von außen im Innersten ergreift. Sie ergreift uns unwiderstehlich auf eine helfende Weise. Sie ergreift uns persönlich und zugleich alle, mit denen wir verbunden sind und verbunden sein müssen. Sie bringt uns mit denen in Verbindung, von denen wir getrennt waren, auf welche Weise auch immer. Das heißt: sie ist eine Bewegung der Liebe. Sie ist die Bewegung einer umfassenden Liebe. Sie ist eine schöpferische Bewegung, die etwas in Ordnung bringt, was in Unordnung war. Das setzt bei uns voraus, dass wir uns von ihr erfassen lassen ohne eigene Wünsche und Absichten, von ihr allein in Besitz genommen. Das heißt: Wir wird für sie offen und vor ihr klein.

Die Ordnungen der Liebe

Über die Bewegungen der Stellvertreter bei einer Aufstellung und über die Ergebnisse, zu denen sie führen, kommen sowohl die Unordnungen ans Licht, die zu Problemen und zu Krankheiten führen, als auch jene Ordnungen, die beachtet und wiederhergestellt werden müssen. Alle diese Ordnungen sind Ordnungen der Liebe und des Lebens.