xxxLanguages
Login

 

Staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaßnahme für Erwachsene

 

Die Hellinger® sciencia Aufstellungen von Bert und Sophie Hellinger werden weltweit durch die Hellinger®schule und ihre Dozenten in der Ausbildung zum „Hellinger sciencia® Aufsteller“ vermittelt. Alle besuchten Kurse von Bert und Sophie Hellinger und der Hellinger®schule werden für die Ausbildung anerkannt.

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden

Passwort vergessen?

 

Wir sind assoziiertes Mitgliedsinstitut der

 

Bild

Väter III

Der Geist und unser Vater

Wir unterscheiden laufend zwischen Körper und Geist, oft in dem Sinne, als sei der Geist höher und übergeordnet und der Körper in seinen Diensten. Deswegen vernachlässigen wir oft unseren Körper, stellen uns sogar über und gegen ihn. Zum Beispiel durch eine weitgehende Entsagung oder indem wir ihn für Ziele außerhalb von ihm, die uns wichtiger scheinen, gefährden und sein Wohl für etwas jenseits von ihm opfern.
Etwas Ähnliches gilt, wenn wir von unserem Bewusstsein sprechen, vor allem von einem höheren Bewusstsein. Mit dieser Vorstellung stellen wir uns über unseren Körper und über alles, was in jedem Augenblick schöpferisch seinem Überleben dient, indem es ihn erneuert und seine Wunden heilt. Lässt sich etwas in unserem Geist, wie groß und bahnbrechend es uns auch scheint, mit dieser geistigen Leistung vergleichen? Gibt es etwas Widersinnigeres und Geistloseres als die Haltung, die den Leib in den Dienst des Geistes zu stellen versucht? Zum Beispiel durch Entsagung? In welchem Licht erscheinen hier viele spirituelle Wege und mit ihnen viele Religionen? Wo bleibt in ihnen der Geist? Wo das übergeordnete andere umfassende Bewusstsein? Wo bleibt das Bewusstsein der Erde? Wo bleibt hier ihr Geist? Wo bleibt hier der Vater? Was ist hier fromm?
Ist die Rückkehr zum Ursprung, die Rückkehr zur Erde und zu jenen Kräften, die von unten her alles, was da ist, im Dasein halten, der entscheidende Fortschritt? Wie anders stünden wir da? Wie anders die Welt? Wie anders die Liebe und die Liebe zum Leben? Hier möchte ich unsere Aufmerksamkeit auf ein Bild lenken, das wir im Blick auf den Geist und auf ein umfassendes Bewusstsein weitgehend in den Hintergrund gedrängt haben.

Es ist das Bild und die Bedeutung unseres Vaters.

Ein Vater ist mehr als ein Mann. Von daher verbietet es sich, das, was ich über den Vater sage, in einen Gegensatz zur Frau zu stellen, wohl aber in den Gegensatz zur Mutter. Die Mutter neigt dazu, ein Kind an sich zu ziehen, vor allem einen Sohn, und damit weg von seinem Vater. Von was zieht sie das Kind und den Sohn ebenfalls weg? Sie zieht es weg von der Erde und ihrem Leib und damit am unmittelbarsten von jenem schöpferischen Geist, der die Erde und alles, was auf ihr lebt und da ist, in jedem Augenblick unmittelbar im Dasein und am Leben hält. Der Geist, wie wir ihn uns weitgehend vorstellen, steht im Gegensatz zur Erde und dem, was auf ihr gedeiht. Von daher verbinden wir den Geist eher mit etwas, was die Erde und alles Dasein auf ihr übersteigt. Von daher wird der Geist von vielen, vor allem auch in den Religionen in einem Bereich jenseits der Erde und des Leibes angesiedelt, in einem sogenannten übernatürlichen Bereich, mit allen Folgen, die diese Vorstellung in unserer Haltung zur Erde und zu unserem Leib mit sich bringt. Ähnlich ergeht es uns, wenn wir von einem höheren Bewusstsein reden, von einem anderen zukünftigen Bewusstsein, das unser sogenanntes vergangenes und engeres Bewusstsein überwindet und übersteigt. Diesen Weg suchen vor allem die Söhne, die von ihrer Mutter dem Vater entzogen und für etwas sogenanntes Höheres bestimmt und darauf vorbereitet werden sollen. Der Vater jedoch, vor allem weil er sein Leben im Dienst des Überlebens seiner Kinder und deren Mutter sieht und dafür alles andere hintanstellt und hintanstellen muss, bleibt notgedrungen im Dienst der Erde und im Dienst ihres Fortschritts, im Dienst ihres Geistes. Ist es für uns von daher vorstellbar, dass ein Vater der Erde entsagt? Dass er der Erde und dem Leben auf ihr entsagt, als kämen sie an zweiter und an letzter Stelle? Wo liegt von dieser Sichtweise her die Zukunft der Erde und des Lebens auf ihr? In welcher anderen Haltung und in welchem anderen Bewusstsein? Wo finden wir die andere Liebe? Wo das andere verantwortungsbewusste Handeln? Wo den Geist, der unmittelbar in allem Seienden in uns und in unserer Welt am Werk erfahren wird, auf eine uns rettende und heilende Weise? Hier könnten wir auch fragen: Wo finden wir Gott? Wo und wie erfahren wir uns auf eine umfassende Weise geistig und religiös? Und, wie finden wir zurück in dieses geistige Bewusstsein? Wir finden zurück im Einklang mit unserem Vater.