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Staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaßnahme für Erwachsene

 

Die Hellinger® sciencia Aufstellungen von Bert und Sophie Hellinger werden weltweit durch die Hellinger®schule und ihre Dozenten in der Ausbildung zum „Hellinger sciencia® Aufsteller“ vermittelt. Alle besuchten Kurse von Bert und Sophie Hellinger und der Hellinger®schule werden für die Ausbildung anerkannt.

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Vorurteile

Das Vorurteil

Vorurteil heißt, das wir etwas, das wir nicht kennen, mit etwas, das wir kennen, verbinden oder, schlimmer noch, das wir es mit etwas verbinden, das wir genauso wenig kennen. Vorurteile sind sowohl positiv wie negativ. Aus beiden wacht man auf, wenn man das bisher Unbekannte näher kennen lernt. Zum Beispiel wenn man nach der Verliebtheit, die ja auch ein Vorurteil ist, den anderen so sieht und sehen muss, wie er wirklich und anders ist.
Das bereitet dann den Weg für die Wertschätzung, die sich für das andere öffnet und uns aus der bisherigen Enge ins Offene und Weite treten lässt. Vorurteil hat ja immer mit Enge zu tun und mit Urteilen nach vertrauten und daher begrenzten Vorstellungen und Bildern.

Wie übrigens auch jedes Werturteil, sei es nun positiv oder negativ, da es ja auch das eine vom anderen trennt und sich dem, was ihm entgegensteht, verschließt. Durch das Werturteil differenzieren wir und erschließen uns dadurch die Vielfalt. Allerdings nur kognitiv, nicht mit der Seele. Die Seele verbindet auch das Sich-Entgegegenstehende und zeigt gerade dadurch ihre Weite und ihre Kraft.

Am meisten engt uns natürlich das negative Vorurteil oder Werturteil ein, vor allem dadurch, weil es in der Regel von einem Gefühl der Überlegenheit begleitet wird, oft auch von einem Gefühl der Entrüstung und damit verbunden, auch mit Rachegedanken und -wünschen. 

Viele Vorurteile und Werturteile hängen damit zusammen, dass wir die anderen unter dem Blickwinkel unseres Gewissens betrachten, das ja die anderen, einteilt in solche, die dazugehören dürfen und solche, die ausgeschlossen werden müssen.

Diese Vorurteile hängen auch damit zusammen, dass wir meinen, die anderen, die anders sind, seien frei und müssten nur guten Willen zeigen, um anders zu sein und so wie wir. Aber weder wir noch sie sind mit unseren wert- und vorurteilen frei. Sie und wir sind in vielfältiger Weise in die Schicksale unserer Ahnen und unserer Gruppe verstrickt. Wenn wir das durchschauen, werden wir vorsichtig und milde, sowohl mit Hinsicht auf die anderen als auch im Hinblick auf uns und unsere Urteile.

Vielleicht gelingt es uns dann langsam, sie zu vergessen.